Datensouveränität

Fragen und Antworten zu Datensouveränität, DSGVO-konformer Website, Nextcloud und souveränem KI-Einsatz.

  • Was ist der Unterschied zwischen Nextcloud und Dropbox?

    Funktional liegen beide nah beieinander: Dateien teilen, gemeinsam bearbeiten, Kalender, Freigaben. Der Unterschied ist der Ort und die Kontrolle. Dropbox läuft auf der Infrastruktur eines US-Anbieters mit dessen Konditionen. Nextcloud ist Open Source und läuft auf Ihrem eigenen oder einem deutschen Server, mit Zugriffskontrolle, Versionierung und Protokollen in Ihrer Hand.

  • Können wir KI nutzen, ohne Daten in die USA zu geben?

    Ja. Für viele Aufgaben reichen lokale oder europäisch gehostete Modelle, und wo ein großes Modell nötig ist, gibt es Zugänge mit EU-Verarbeitung und vertraglich geregelter Datennutzung. Entscheidend ist die Prüfung vor dem Einsatz: welche Daten fließen wohin, was wird gespeichert, was wird trainiert. Genau diese Prüfung nehmen wir Ihnen ab, mit Werkzeugen, die wir selbst im Tagesgeschäft fahren.

  • Was heißt „files over tools“?

    Der Grundsatz, dass Inhalte und Daten in offenen Dateiformaten leben sollten, nicht in proprietären Werkzeugen. Texte in Markdown, Tabellen in CSV, Strukturen in offenen Standards: Wenn ein Werkzeug verschwindet oder teuer wird, bleiben Ihre Daten lesbar und Sie wechseln das Werkzeug, nicht den Datenbestand. Wir arbeiten intern selbst so, unser eigenes Redaktionssystem ist der Beweis.

  • Was bedeutet Datensouveränität für eine Website?

    Dass Sie jederzeit wissen, wo die Daten Ihrer Website und Ihrer Besucher liegen, wer darauf zugreifen kann und wie Sie sie mitnehmen, wenn Sie den Dienstleister wechseln. Konkret heißt das: Hosting in Deutschland oder Europa, keine mitladenden US-Dienste, Besucherstatistik auf eigener Infrastruktur und offene Formate statt Anbieter-Bindung.

  • Ist Google Analytics DSGVO-konform?

    Die Rechtslage ist umstritten und war mehrfach Gegenstand von Verfahren europäischer Datenschutzbehörden, unter anderem wegen der Datenübermittlung in die USA. Rechtssicher betreiben lässt es sich nur mit Aufwand bei Einwilligung und Konfiguration, und das Restrisiko bleibt bei Ihnen. Wir setzen stattdessen Matomo oder Statify ein: Die Statistik läuft auf Ihrer Infrastruktur, die Daten verlassen Ihr Haus nicht, und der Consent-Aufwand sinkt.