Webdesign-Trend – Statische Webseiten

Statische HTML-Webseiten? Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt aussieht, entwickelt sich einiger Zeit bei technikaffinen Bloggern und Webmastern zum Trend.

Warum? Weil statische Inhalte deutlich schneller laden, den Server nicht so belasten und weil statische Inhalte natürlich auch viel sicherer sind. Es gibt keinen Admin-Account, der gehackt werden kann, keine Sicherheitslücken in Plugins und keine Datenbank, in die Schadcode eingeschleust werden könnte.

Redaktionssysteme häufig wenig genutzt

Redaktionssysteme wie beispielsweise WordPress sind eine tolle Sache, wenn häufig Inhalte ändert oder dynamische Funktionen wie Foren nutzt oder umfangreiche Informationen mit Such- und Filterfunktionen online zur Verfügung stellen möchte.

Aber für Firmenseiten, Portfolios, Nischenseiten oder Blogs mit wenigen Aktualisierungen stellen sie eigentlich Ballast und ein überflüssiges Sicherheitsrisiko dar.

Wenn man also eine Webseite besitzt und weniger als einen News pro Woche veröffentlicht, sollte man sich überlegen, ob man nicht lieber auf eine statische Lösung umsteigt.

Caching als Schadensbegrenzung

Man könnte nun vorbringen, dass es doch tolle Caching-Plugins gibt, die automatisch statische Inhalte aus einem Redaktionssystem generieren. Quasi das Beste aus beiden Welten.

Leider sieht es in der Praxis häufig anders aus. Caching wird häufig als Schadenbegrenzung eingesetzt, wenn eine Webseite sehr langsam wird – meist als Ursache durch die übermäßige Verwendung von zusätzlichen Plugins. Wir haben es schon häufig erlebt, dass sogar mehrere Caching-Plugins parallel aktiviert waren. Dass dies zu Problemen führt, kann sich jeder vorstellen. Inhalte, die sich nicht mehr aktualisieren, sind dabei das geringste Problem. Teilweise kam es auch zu groben Fehlern in der Darstellung, da Design-Theme und dynamische Javascript-Effekte nicht mehr ordnungsgemäß funktionierten.

Weniger ist mehr. Diesen Grundsatz sollte man auch bei der Technik beherzigen. Auch wenn es schwer fällt den leicht zu installieren Plugins und den netten Features zu widerstehen.

WordPress in statische Version umwandeln

Eine Alternative stellt die Generierung einer statischen Webseite aus einem Redaktionssystem dar.

Das Redaktionssystem liegt selbst geschützt auf einem Server und ist öffentlich gar nicht erreichbar. Wenn es redaktionelle Änderungen gibt oder eine News ergänzt wurde, erstellt man auf Knopfdruck eine statische HTML-Variante, die dann unter der regulären Internetadresse erreichbar ist. Ein Besucher merkt von dem Unterschied nichts – außer dass die Webseite wahrscheinlich viel schneller als üblich geladen wird. Ein paar Einschränkungen gibt es auch, aber diese kann man teilweise umgehen.

Vorteile:

  • Sicherheit
  • Hohe Geschwindigkeit beim Seitenaufbau
  • Vorteile beim SEO (Google honoriert Performance)

Nachteile:

  • keine Formulare / Kommentare / Suche
  • Upload neuer Versionen notwendig

vektorrausch.de wird zur statischen Webseite

Mit unserer überarbeiteten Webseite vollziehen wir ebenfalls diesen Schritt. Zukünftig generieren wir eine statische HTML-Version unserer Webseite, das WordPress-Redaktionssystem liegt geschützt in einem Unterordner auf einem Server.

Die Entscheidung fiel uns nicht schwer, da wir kaum dynamische Funktionen auf unserer Firmenwebseite nutzen und auch nicht permanent News veröffentlichen.

Zwei Funktionen fallen der Umstellung zum Opfer – die Suche und das Kontaktformular.

Die Wegrationalisierung der Suchfunktion war eigentlich sowieso schon überfällig. Eine Suche benötigt man nur zum Durchforsten von großen Datenbanken und für sehr große, unübersichtliche Webseiten. Wir haben den Relaunch genutzt und unsere Inhalte einmal richtig aufgeräumt. Die Struktur ist nun so simpel, dass man schnell die gewünschten Informationen findet. Durch gezielte Querverweise kann man zudem zwischen den Themenbereichen und Referenzen hin- und herspringen.

Das Kontaktformular wird bei uns erstaunlich häufig verwendet, obwohl die allgemeine Kontakt-Mailadresse direkt daneben steht. Wir wollten deswegen nicht auf ein Formular verzichten und integrierten das Formular in das Config-System unseres Kundenbereiches.

Wir sind gespannt, wie sich die Lösung im Alltag bewähren wird.

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